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Kasachstan-Post eröffnet ihr erstes Büro in Eichenzell
Deutschland-Vertretung soll Frachtverkehr ankurbeln
Von Volker Nies
ElCHENZELL Um sich einen größeren Anteil der deutschen Versendungen, insbesondere von Versandhäusern, nach Kasachstan zu sichern, hat die kasachische Post „Kazpost“ eine Vertretung in Deutschland eröffnet – und zwar nicht in Frankfurt oder Berlin, sondern in Eichenzell. „Eichenzell liegt zentral in Deutschland und Europa und zudem auch nah am Frankfurter Flughafen“, erklärte Ramazan Tunkushbayev, Vize-Vorstandschef der Kazpost, gestern in Eichenzell. Die Vertretung in Deutschland beschränkt sich zunächst auf Geschäftsführer Aschman Nal. Das Büro befindet sich in den Räumen der Spedition Warkentin, die seit zwölf Jahren im Industriepark Rhön angesiedelt ist. Warkentin gehört mit jährlich 1200 Tonnen an Päckchen und Waren sowie 1000 Autos, die ausschließlich auf dem Landweg nach Kasachstan gebracht werden, in Deutschland zu den großen Transporteuren Richtung Osten. Zum Vergleich: Die Deutsche Post transportiert auf dem Luftweg im Jahr knapp 200 Tonnen nach Kasachstan.
Das neue Kazpost-Büro soll in Deutschland Großkunden werben, die ihre Waren sonst mit DHL oder UPS versenden würden. Bertil-Relations-Manager der Deutschen Post, Michael Colell, bei DHL Leiter für Internationale Transportlösungen, und Lufthansa Cargo-Manager Michael Störmer machten gestern deutlich, dass sie gemeinsam mit der Kazpost vor allem auf den wachsenden Versandhandel setzen. Quelle &Co. versenden bereits Kataloge in russischer Sprache und registrieren immer mehr Bestellungen aus der 6000 Kilometer entfernten zentralasiatischen Republik. Auch kasachische Aussiedler bestellen bei deutschen Versendern für Verwandte in der alten Heimat. Bürgermeister Rudolf Breithecker nannte die Eröffnung des Büros ein historisches Ereignis. „Vielleicht werden wir später stolz sein heute dabei gewesen zu sein“, strahlte der kasachische Konsul Yernur Turlybekov.
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